Aktuelle Türkei: Türkische Riviera - Bauboom und Kauf-Flaute


rund 15.000 Immobilien stehen allein im Raum Alanya zum Verkauf - aber es wird immer weiter gebaut und die Landschaft verstört (openPR) - So günstig wie jetzt werden sie nie mehr eine Immobilie in der Türkei kaufen können. Das möchten Hunderte von Immobilienhändler den europäischen Kunden suggerieren. «Doch die Wahrheit sieht ganz anderes aus», erklärt Jürgen P. Fuß, Mitherausgeber der ersten und bis heute einzigen deutschsprachigen Wochenzeitung der Türkei. «Tatsache ist, dass allein im Großraum Alanya mindestens geschätzte 15.000 Wohnungen und Häuser auf einen Käufer warten.»
Besonders schlimm sei, dass trotz dieses Rückstaus, immer noch mehr Wohnsilos errichtet werden. Eine nicht mehr rückgängig zu machende Zerstörung der Landschaft sei nur eins der Ergebnisse dieser unvernünftigen Handlungsweise. Hat die Türkei für sich früher immer in Anspruch nehmen wollen, dass sie die Planungs- und Baufehler der spanischen Mittelmeerküste nicht wiederholen wolle, ist auf dem besten Weg, diese noch zu übertreffen.
«Da die tatsächlichen Verhältnisse den meisten Europäern nicht bekannt sind, laufen sie Gefahr, eine Menge Geld zu verlieren, wenn Sie jetzt unbesehen eine Immobilie kaufen» so Fuß. «Viele Preise sind völlig überzogen. Allein aus diesem Grund ist nach Meinung von Experten in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Rückgang des Preisniveaus an der türkischen Mittelmeerküste zu rechnen.»
Hinzu käme, dass in vielen Fällen die angeblich einmalige Lage mit unverbaubarem Meerblick sich schnell umkehren könne, in einen direkten Blick auf eine davor gebaute Hotelanlage oder ein weiteres Hochhaus. «Wer Verhältnisse hier über längere Zeit beobachtet hat», so der Herausgeber der Aktuellen Türkei Rundschau, kenne die Konsequenzen: «Es ist so klar, dass dann nicht die erhoffte Wertsteigerung eintritt, sondern statt dessen ein beachtlicher Weltverlust hingenommen werden muss.»
Sein Rat: «Wer nicht unbedingt ‚jetzt sein Geld unter die Leute bringen muss’ ist gut beraten, wenn er erst einmal für ein oder zwei Jahre eine Wohnung oder ein Haus mietet. Zum einen kann er dann die weitere Preisentwicklung abwarten und sich zum anderen mit den Lebensbedingungen in der Türkei vertraut machen.»
Es könne keine Frage sein, dass der türkische Immobilienmarkt zumindest im Bereich der Ferienimmobilien eine Korrektur erfahren müsse, meint die Aktuelle Türkei Rundschau.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf OpenPR